Mein-Haidhausen

Karneval 2014 in Haidhausen

Nun ist sie wieder in aller Munde, die fünfte Jahreszeit und die Närrinnen und Narren sind wieder los und machen mobil. Karneval oder auch Fasching oder Fastnacht genannt, wird in ganz Deutschland gefeiert. Es gibt aber durchaus regionale Unterschiede was den einen oder anderen Brauch angeht. Schon vor mehreren Jahrhunderten hat man zu Beginn der Fastenzeit ein berauschendes Fest gefeiert. Man hat die letzten Lebensmittelvorräte des vergangenen Winters hervorgeholt und verzehrt, damit diese während der Fastenzeit nicht verdarben. Es war den Menschen damals verboten, während der Fastenzeit tierische Lebensmittel wie Eier, Milch, Fleisch, Schmalz oder Käse zu konsumieren. Carne levale ist lateinisch und bedeutet so viel Fleisch wegnehmen oder ohne Fleisch. Es wird vermutet dass sich davon der heute gebräuchliche Begriff Karneval abgeleitet hat.

Mit der Karnevalsfeier sollten aber nicht nur die Vorräte verbraucht, sondern auch der Winter und die bösen Geister vertrieben werden. Dazu hat man sich in schaurige Kostüme gehüllt und Masken aufgesetzt, die immer sehr gruselig ausgesehen haben. Manche Kostüme wurden noch mit Glocken behängt und man ist mit Trommel, Rasseln und Knarren lärmend durch die Straßen gezogen. In den Dörfern und Städten hat man immer jemanden mit Stroh verkleidet. Das sollte den Winter und die bösen Geister symbolisieren. Dieser wurde dann mit viel Krach und Getöse aus der Stadt gejagt.

Karneval oder Fasching wird nicht nur bei uns in Deutschland gefeiert, sondern in vielen anderen Teilen der Welt auch. Bekannt für seine überaus phantasievollen Kostüme und den Masken ist der Karneval in der schönen Lagunenstadt Venedig. Traditionell wird der Karneval in Venedig mit dem „Volo dell´ angelo“ dem Engelsflug eröffnet. Dabei schwebt immer pünktlich um 12 Uhr mittags eine junge Schönheit vom Glockenturm auf dem Markusplatz. Der Karneval in Venedig steht jedes Jahr unter einem anderen Motto. Die meisten Maskenträger wird man rund um den Markusplatz antreffen. Sie sind besonders bei Besuchern und Touristen ein beliebtes Fotomotiv.

In der Riege der Karnevals-Hochburgen darf natürlich Brasilien nicht fehlen. Hier beginnt der Karneval immer offiziell am Freitag vor dem Aschermittwoch. Extra für den Karneval wurde das Sambodromo im Stadtteil Estacio gebaut. Das eher längliche Stadion bietet Platz für bis zu 85.000 Zuschauer. Die 14 besten Sambaschulen des Landes haben hier die Möglichkeit, ihr Können zu zeigen und dafür Punkte zu bekommen. Es kann vorkommen, dass eine Schule bis zu 5000 Mitglieder hat, die bei der Parade auf bis zu 8 Festwagen verteilt werden. Die meisten Menschen müssen sehr hart für ihre Kostüme arbeiten, da diese nicht gerade billig sind. Fast das ganze Jahr über wird Choreographie, Ablauf und Trommelspiel trainiert. Im Sambodrome befindet sich ein kleines Karnevalsmuseum. Hier kann man sich über die Traditionen des brasilianischen Karnevals informieren.

In diesem Sinne Helau und Alaaf